Die Ideen dahinter

Ich weiss, Sie wollen jetzt sicherlich gleich wissen, was denn nun diese Schlüsselelemente sind. Bevor man aber direkt an seiner Kraultechnik und deren Elemente ansetzt, sollte man ein Verständnis für einige grundlegende Prinzipien und Grundsätze entwickeln, die im Wasser und speziell beim Kraulschwimmen gelten.

Zu Beginn sollte man sich bewusst werden, dass das Kraulschwimmen eine extrem dynamische und somit eine äusserst komplexe Sportart ist. Alle unsere Körperteile führen während dem Kraulschwimmen unterschiedliche Bewegungen aus. Damit ist aber nicht genug, denn jede einzelne Bewegung hat einen direkten Einfluss auf sämtliche anderen Bewegungen. Die Bewegungen müssen folglich aufeinander abgestimmt sein und harmonieren, damit der gesamte Bewegungsablauf auch wirklich zielführend ist, und man sich schnell und effizient durch das Wasser bewegen kann. Zu den vielseitigen Bewegungen kommen zudem unbekannte Kräfte und Strömungen hinzu, da ein Grossteil der Bewegungen im Wasser und nicht an der Luft stattfindet. All diese Bewegungen und speziell deren Koordination und Abstimmung kann man in einem Wort zusammenfassen: Technik.

Der erste wichtige Grundsatz lautet also: 80 Prozent des Kraulschwimmens bestehen aus der Beherrschung der korrekten technischen Bewegungsabläufe.

Denn ohne eine angemessene Kraultechnik kommt man im Wasser trotz Kraft und Ausdauer weder schnell noch effizient vorwärts.

Dass der Grossteil unserer Bewegungen im Wasser stattfindet, hat darüber hinaus zur Folge, dass sowohl der Widerstand, als auch der mögliche Abdruck vom Wasser, und somit unsere Möglichkeit Vortrieb zu generieren, um ein Vielfaches zunimmt. Diese Erkenntnisse können wir uns zunutze machen und führen uns gleichzeitig zu folgendem, zweiten Prinzip:

Grundsätzlich gilt, dass man auf der einen Seite einen möglichst grossen Vortrieb generieren sollte, und auf der anderen, dass alles, was uns keinen Vortrieb bringt, sowenig Widerstand wie nur möglich verursacht.

Verursacht unser Körper beim Kraulschwimmen einen zu grossen Widerstand, werden wir uns trotz grossem Vortrieb nur bedingt effizient und schnell durch das Wasser bewegen können. Umgekehrt herum läuft das natürlich genauso!

Der dritte entscheidende Grundsatz, über den man sich bewusst werden sollte, liegt darin, zu erkennen, dass die Zeit, die man für eine Länge im Schwimmbecken benötigt, nur von zwei Faktoren abhängig ist. Dies ist einerseits die Anzahl der benötigten Armzüge und andererseits die Zeit, die für einen vollständigen Armzyklus gebraucht wird. Alles andere beeinflusst unsere effektive Schwimmzeit nicht. Aus diesen Erkenntnissen lässt sich die folgende, allgemein bekannte Schwimmgleichung formulieren:

(Anzahl der Armzüge) x (Zyklusdauer) = (effektive Zeit)

Gelingt es uns also, durch eine Technikverbesserung einen oder im Optimalfall gar beide Faktoren zu verkleinern, schwimmen wir als Resultat schneller Kraul!

Wenn Sie diese drei Prinzipien verstanden haben, werden Sie für die kommenden Schlüsselelemente der modernen Kraultechnik ein komplett anderes Bewusstsein entwickeln und den Sinn und Zweck dahinter erkennen. Lesen Sie diese Prinzipien nochmals genau durch und verinnerlichen Sie sich die genannten Ideen und Ansätze.

Soweit alles klar? Dann machen wir uns jetzt Schritt für Schritt hinter die einzelnen Schlüsselelemente der modernen Kraultechnik.

Impressum     Datenschutz     

© 2020 Luca Meier. Erstellt mit Wix.com